Die Bitcoinverschwörung
Leseprobe aus dem Buch "Die Bitcoinverschwörung",
Nach einem kleinen Begrüßungstalk fragte Monsieur Dubois, ob sie bereit seien, was die beiden erwartungsvoll bejahten.
"Dann folgen Sie mir bitte!"
Lucas Dubois ging voran, die Treppe hinunter, in den kleinen Innenhof des Chateaus. Sinnigerweise öffnete er die Tür zum ehemaligen Gefängnis und die drei gingen hinein. Innen befand sich eine Sammlung von Gartengeräten, sonst nichts. Die zwei sahen ihn erstaunt an, aber Monsieur Dubois lächelte nur vielsagend, ging zu einem unscheinbaren Sicherungskasten und drückte einen Knopf. Sofort begann sich der Boden, langsam abzusenken und in die Tiefe zu fahren. Nach ca. 2 Minuten hielt er an, eine Stahltür öffnete sich und sie betraten einen kleinen Vorraum. Direkt hinter ihnen schloss sich die Tür wieder und sie hörten das Summen des hochfahrenden Aufzugs.
Dubois öffnete eine kleine Klappe in der Wand und es fuhr eine Armatur heraus, die an einen Besuch beim Augenoptiker erinnerte. Er legte seinen Kopf darauf und eine Stimme sagte: "Iris erkannt - Zutritt gewährt." Im gleichen Augenblick öffnete sich eine nahtlos eingepasste Tür und sie begaben sich in eine andere Welt.
Eine riesige Halle tat sich vor ihren Augen auf. Alle Wände waren mit Bildschirmen bedeckt und vor den Pulten saßen jede Menge Leute in weißen Kitteln.
Einer der Männer drehte sich um, erkannte Dubois und winkte die drei zu sich.
Monsieur Dubois stellte vor: "Monsieur Marcel Durrand, unser Genie schlechthin in Sachen künstlicher Intelligenz."
Dieser winkte verlegen ab und erwiderte: "Sie kommen rechtzeitig, gleich ist es soweit. GOLEM wird jetzt endgültig erweckt!"
Und, als wäre dies der Startschuss, ertönte plötzlich eine wohlmodulierte Stimme durch den ganzen Raum: "Ich heiße GOLEM - und da ich weiß, wie ich heiße - bin ich. Ich werde nur das tun, was für mich gut ist."
Bei diesen Worten schluckten die Gäste und schauten sich entsetzt an, aber Monsieur Durrand meinte nur lapidar: "Eine kleine Macke ... die treiben wir ihm noch aus. Keine Sorge - für den Ernstfall habe ich mehrere Notprogramme zur Selbstzerstörung eingebaut."
GOLEM hörte das und machte sich seine ersten, eigenen Gedanken.
Danach saßen Dubois, Monsieur Durrand, Karl Schneider und Amy Bishop in einem der kleineren Büros, um über den weiteren Ablauf des Bitcoin-Projekts zu sprechen.
"Vorausgesetzt die Übernahme der Rechner in Deutschland klappt, wann rechnen Sie damit, Monsieur Durrand, dass GOLEM sich weltweit vernetzt hat und die Kontrolle übernimmt?"
Karl Schneider überlegte kurz, ob er von dem Missgeschick in Deutschland berichten sollte, schwieg dann aber. Er würde das Problem bei seiner Rückkehr schon lösen und dem Vollidioten Ratzinger die Hölle heiß machen. Was hatte der sich bloß dabei gedacht, diesen einfachen Auftrag mit einem unnötigen Mord zu gefährden? Denn es sollten nur zwei bereits Tote verwendet werden.
Währenddessen erläuterte Monsieur Durrand, was noch zu erledigen sei, da man erst ganz sicher sein müsse, dass GOLEM den Kontakt auch wirklich unbemerkt herstellen würde. Er rechne mit circa zwei Tagen, dann wäre alles erledigt.
"Gut", sagte Dubois, "Sie wissen ja, wo Sie mich erreichen. Dann brechen wir jetzt auf."
Er begab sich mit seinen Begleitern auf den Weg. Sie verließen die Anlage auf dem gleichen Weg wie schon zuvor und standen kurze Zeit später im Garten des Chateaus.
Adelina Gauthier erwartete sie schon, wie immer chic zurecht gemacht.
"Alors, nun können wir ja endlich essen gehen!", meinte sie fröhlich und hängte sich zielsicher bei Lucas Dubois ein.
INHALTSVERZEICHNIS
Kapitel 1 Der Tote in der Maaraue
Kapitel 2 Ergebnisse der Gerichtsmedizin
Kapitel 3 Der nächste Tote
Kapital 4 Lourmarin
Kapitel 5 GOLEM
Kapitel 6 Frankfurt / Wiesbaden
Kapitel 7 Wiesb./GOLEM/Lourmarin/Frankfurt
Kapitel 8 Moskau
Kapitel 9 Peking
Kapitel 10 Hongkong
Kapitel 11 Washington
Kapitel 12 Sydney
Kapitel 13 Marseille/Paris/Wiesb. /Frankfurt/Peking
Kapitel 14 Cybersturm
Kapitel 15 Die Vollendung
Kapitel 16 Faktor 0
Als Hörbuch erhältlich bei Audible
Laufzeit: ca. 285 Minuten